Vom Grandhotel Lienz aus starten wir über den wieder eröffneten Plöckenpass zum von uns allen so geliebten Zoncolan. Dass wir ihn diesmal von Osten nach Westen befahren, macht ihn allerdings kein bisschen weniger herausfordernd. Nach dem Passo Cibiana führt unser Weg weiter in die Prosecco-Region.
Da Sonntag ist, überlassen wir die beliebtesten Straßen den zahlreichen Radfahrerinnen und Radfahrern und wählen stattdessen wenig bekannte, aber umso reizvollere Routen zum Manghenpass und weiter an den Gardasee. Wer die Strecke auf Google Maps nachvollziehen möchte, sollte dabei unbedingt die Philosophie der Tour Grande berücksichtigen. 😊
Am Passo Crocedomini rechnen wir mit nur wenig Gegenverkehr – und genau das hoffen wir auch für den vermutlich anspruchsvollsten Pass der gesamten Tour: den Gavia.
Da Südtirol nahezu alle Hauptstraßen für motorsportliche Veranstaltungen gesperrt hat, verlassen wir die Route noch vor der Südtiroler Auffahrt zum Stilfser Joch und fahren über den Umbrailpass nach Livigno.
Die Bernina begeistert uns erneut mit ihrem beeindruckenden Drei-Gletscher-Panorama. Nach dem Albulapass und der Fahrt durchs Rhonetal folgt ein Höhepunkt dem nächsten: St. Gotthard – bei schönem Wetter selbstverständlich über die legendäre Tremola –, anschließend Nufenenpass und Grimselpass. In Meiringen gönnen wir uns eine wohlverdiente Erholung von den Strapazen, die für uns letztlich nichts anderes als purer Fahrspaß sind.
Am nächsten Tag überqueren wir noch einmal den Grimselpass, rollen hinunter ins Rhonetal und gelangen über den Großen St. Bernhard ins Aostatal.
Der letzte Fahrtag verwöhnt uns nicht nur mit einem beeindruckenden Blick auf den Mont Blanc, sondern führt uns auch über den Kleinen St. Bernhard nach Frankreich. Über Megève erreichen wir schließlich den Genfersee – ein würdiger Abschluss einer außergewöhnlichen Tour.